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Willkommen in Georgswerder!

 

zusammen mit den Georgswerderanern Eyup Gezer, Liselotte Glatz und Steven Harderr

 

Eine Initiative der IBA Hamburg

 

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EIN DORF IN DER STADT: GEORGSWERDER, ANDERS ALS DER REST VON HAMBURG.

 

Während des Workshops hatten wir die Gelegenheit einen guten Einblick in Georgswerder zu bekommen. Wir haben gesehen, dass es eine engagierte Einwohnerschaft, die sich, u.a. durch den Arbeitskreis, schon lange aktiv der Gestaltung ihrer Umfeldes beteiligt.
Die wesentlichen Punkte unserer Diskussion waren der Zustand der öffentlichen Räume, fehlende Angebote und das erhoffte Wachstum von Georgswerder.

Gemeinsam mit den Ortsexperten in unserem Team haben wir eine Konzept für eine langfristige Perspektive Georgswerders entwickelt: im Ergebnis ein Rahmenplan der in verschiedenen Zeithorizonten Meilensteine formuliert und sowohl wichtige kurzfristige Impulse setzt, aber auch eine Vision für eine langfristige Entwicklung Georsgwerders beschreibt.


Fotos ©: Johannes Arlt

 

Ein wesentlicher Teil unserer Überlegungen ist es, planerisches agieren  mit der Handlungsebene der lokalen Akteure eng zu verzahnen. Das bedeutet zuerst den in der Zukunftswerkstatt begonnen Dialog mit der IBA und über die IBA hinaus fortzuführen, damit langfristige Perspektiven immer verwurzelt bleiben. Die kommenden Wachstumsschritte Georgswerders müssen gut im lokal vorhandenen verankert werden.
Ein Grundwerkzeug um die lokale Gemeinschaft zu stärken und Brücken zu bauen sehen wir in der regelmäßigen Durchführung von Strassenfesten. Um die Verbindung mit den Freiräumen stärken schlagen wir vor, dass sich z.B. Vereine als Trash Rangers um bestimmte Bereiche kümmern.

 

ZIELE

1. Dorfqualität stärken: mit seinen knapp 2000 Einwohnern hat Georgswerder die Größe eines Dorfes. Neben dem häufig genannten positiven sozialen Aspekt eines ’Man-kennt-und-hilft-sich’ gibt es strukturelle Probleme wie eine fehlende Nahversorgung oder ein gefährdeter Schulstandort. Um dem entgegen zu wirken muss Georgwerder neue Einwohner gewinnen. Dabei gilt es die Neuen in die Dorfgemeinschaft zu integrieren.

2. Freiraumstruktur stärken: eine besondere Qualität Georgswerders sind die vorhandenen Frei- und Naturräume mit ihrer enormen Aufenthaltsqualität und überörtlichen Vernetzung. In der weiteren Entwicklung müssen diese im Einzelnen identfiziert, qualifiziert und gestärkt werden.

3. Positives Image erzeugen: noch immer ist die öffentlichen Wahrnehmung Georgwerders sehr stark durch die ehemalige Mülldeponie geprägt. Mit der Umwandlung zum Energieberg erfährt dieser Ort eine poitive Neubesetzung. Darüber hinaus müssen aber kurzfristig weitere Zeichen gesetzt werden, die akute stadträumliche Defizitsituationen adressieren. Damit wird auch klr: hier bewegt sich etwas! Alte Bilder gelten nicht mehr!

4. Meilensteine vereinbaren und umsetzen: für die Gestaltung der Zukunft müssen wesentliche Meilensteine gemeinsam vereinbart werden. Dabei müssen alle am Prozess und der Umsetzung beteiligten Akteure mit ins Boot geholt werden.

 

AKTEURE

Die Stadt lebt von ihren Bewohnern. Keine Zukunft ohne die Nutzer und Macher von Stadt! Für den weiteren Fortschritt Georgswerders muss der begonnene Dialog fortgesetzt werden und mit konkreten Massnahmen auf die stadträumliche Wirklichkeit einwirken. Ziel muss es sein, die Akteusbasis für den Dialogprozess noch weiter auszubauen und damit zu einer echten Integration und Teilhabe zu kommen. Besonders interessant wird, wie bisher noch nicht beteiligte Gruppen zum Dialog dazugeholt werden können.
Viele subjektive Sichtweisen gilt es zu bündeln und auf gemeinsame Ziele auszurichten und dabei Konflikte und gegenläufige Interessen zu überwinden.

PROZESS

Ein wichtiger Aspekt der Prozessgestaltung der Zukunft Georgwerders ist die Vereinbarung von Meilensteinen. Dafür ist es wesentlich mögliche Akteure frühzeitig in den Prozess mit einzubeziehen und aktiv an der Entwicklung zu beteiligen.
Wir unterscheiden zunächst zwischen drei Zeithorizonten:

 

PRINZIPIEN

Als Rahmen für die stadträumliche Entwicklung Georgswerders schlagen wir fünf Prinzipen vor:

1. Freiraumstruktur
Die vorhandenen Freiräume bilden das Grundgerüst für die weiter städtebauliche Entwicklung und Verdichtung Georgwerders. Der wesentliche Aspekt dabei ist, einzelne Teilräume zu qualifizieren und miteinander zu vernetzen um so Bereich für eine mögliche Nachverdichtung zu definieren.

2. Nachverdichtung
Um die vorhandenen Naturräume entlang der Dove Elbe zu schützen soll sich Georgswerder innerhalb der durch die Wettern definierten Grenzen entwickeln. Langfristig sind so auch Bauflächen zwischen dem Damm und dem Energieberg möglich. Ersatzflächen für Kleingärten sind zwischen der Uferpromenade und der Wetter vorgesehen.

3. Erschließung
Der Deich ist das städtebauliche Rückgrat Georgswerders und für den motorisierten Verkehr die einzige Verbindung zu den angrenzenden Stadträumen. Kleinere Siedlungscluster unabhängig voneinander an den Deich angehängt. Dieses Prinzip wird fortgeführt. Ein langfristiges Ziel dabei ist es den Uferweg entlang der Dove Elbe vom Autoverkehr zu befreien.

4. Vernetzung
Zwischen den einzelnen Teilräumen ist ein engmaschiges Fuss- und Radwegnetz vorgsehen, dass sich an den örtlichen Gegebenheiten der Wettern und Gräben orientiert. Innerhalb dieses Netzes ist ein Rundweg entlang der Wettern eine wesentlicher Baustein, der nicht nur die Grenze zwischen dern Nachverdichtugsräumen und den Naturräumen definiert, sondern diese als Pendant zum Damm miteinander vernetzt

5. Teilräume
Als Prinzip der städtbauliche Entwicklung sollen Teilräume programmatisch und baulich entwickelt werden. Ein besonderer Augenmerk dabei sind die unterschiedlichen Bereiche entlang des Niedergeorgwerder Deich, die Sinti-Siedlung und auch die Gewerbeflächen am Obergeorgswerder Deich.

 

VISION


Eingangssituation


Allmende und Sportpark am Dove Elbe Ufer

Naturlehrpfad am Ziegeleiteich und Straßenfest am Schulplatz


Wohncluster