Monika Römer

Monika Römer hat über 2 Jahre unsere Öffentlichkeitsarbeit geleitet und koordiniert. Aber nicht nur das, sie ist zum Herzen unserer Bürogemeinschaft geworden. Bis sie erst bei einem Unfall ihren Knöchel brach und dann sehr krank wurde.
Nun ist Moni am Montag, den 1.6., im Alter von 59 Jahren verstorben.

 

Wir sind alle sehr traurig.

 

Es war gefühlt erst gerade eben, dass wir gemeinsam im Büro über einem Text für dieses überflüssige Szenografiebuch saßen oder dem Text für die genauso überflüssige Jubiläumsausgabe des Hygienemuseums. Beides waren Texte, die aus Freundlichkeit zugesagt wurden, aber wo nicht so wirklich klar war warum und was darin stehen sollte. Moni half beim Erfinden einer Argumentationslinie und forderte inhaltliche Schärfe. Sie war eine überzeugte und erfahrene Öffentlichkeitsbeauftragte und fand daher keinen Text und keine Veröffentlichung überflüssig. Vor allem, wenn es nicht nur darum ging Bilder von Projekten abzudrucken. Für die selbstgelernte Fotografin war jede Möglichkeit Worte zu veröffentlichen eine Chance die eigenen Gedanken klarer zu fassen.

 

Moni war immer gut gelaunt, Sie kam regelmäßig mit Süßigkeiten für alle ins Büro, damit es uns auch so geht. Ihre erste Anschaffung war eine Sofortbildkamera, mit der sie alle Leute fotografierte, die sie mehr als einmal im raumlabor traf. Die Fotos hängte sie an die Küchenwand, damit wir überhaupt wissen, wer da alles, bei all dem ein und aus im Labor, neben uns am Tisch sitzt. Sie hat sofort verstanden das raumlabor manchmal ein viel zu lockerer Haufen ist, bei dem sich zwar der Kern des Teams, die alten Partner + Freunde gut kennen und auch öfters außerhalb des Büros sehen, der an den Rändern aber dazu tendiert zu bröckeln und unverbindlich zu werden. Moni hat sich um die neuen im Team gekümmert und um jene die gerne ein Teil davon wären aber nicht durften. Es war ihre Erfahrung im PR Business aber vielleicht auch einfach ihre Liebe für Menschen, die ihr dabei halfen unseren Hühnerstall besser zu organisieren. Sie hat sich ans Herz der Gemeinschaft gesetzt und uns gezeigt, wo wir zu wenig für die Solidarität untereinander machen.

 

Wir haben viel von Dir gelernt. Danke Moni!

 

Dein raumlabor